Berufssprachkurse des BAMF (DeuFöV)

Für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund sind nicht nur gute allgemeine Deutschkenntnisse, sondern auch berufsbezogene Sprachkennnisse wichtig. Die neuen Sprachkurse des BAMF erleichtern den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt oder in eine Ausbildung in Deutschland. Sie bauen auf den Integrationskursen auf, können aber auch unabhängig von ihnen belegt werden.

Wer darf teilnehmen?
Migrantinnen und Migranten, die bessere Deutschkenntnisse zur Qualifizierung für den Arbeitsmarkt benötigen.

Vorraussetzungen
– Deutschkenntnisse mindestens Niveau B1
– Verpflichtung zum Kurs vom BAMF
– oder Berechtigung vom Jobcenter oder Agentur für Arbeit

Kursinhalte
– Stärkung der kommunikativen Kompetenz im Beruf und Alltag
– Erwerb der relevanten Vokabeln, Begriffe und Strukturen
– Entwicklung aller Fertigkeiten (Sprechen, Hören, Lesen, Schreiben)
– Bewerbungstraining
– Professionelle Testvorbereitung

Abschluß: Offizieller Test (z. B. telc)
Unterrichtsform: Gruppenunterricht mit max. 25 Teilnehmern
Dauer pro Modul: 3 Monate in Vollzeit, 5 Unterrichtsstunden/Tag
Kurszeiten: 8:15 – 12:30 Uhr | 12:45 – 17:00 Uhr | 17:15 – 21:30 Uhr

Anmeldung und Einstufungstest
Die Anmeldung ist nur nach persönlicher Beratung möglich. Mit einem kostenlosen Einstufungstest ermitteln wir, in welches Modul und welchen Kursabschnitt Teilnehmer einsteigen können. Für die Anmeldung sollten folgende Unterlagen mitgebracht werden: den „Berechtigungsschein für einen DeuFöv-Kurs“ (vom Jobcenter, BAMF oder der Ausländerbehörde) und Ihren Ausweis.

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Fahrtkosten
Zuschüsse zu Fahrtkosten können beantragt werden, wenn Teilnehmer mehr als drei Kilometer (kürzester Fußweg) vom Kursort entfernt wohnen und Empfänger von Leistungen nach SGB II, SGB XII, Asylbewerberleistungen oder Berufsausbildungsbeihilfe nach § 56 SGB II sind.

Deutsch für den Beruf – Unsere aktuellen Kurse
DeuFöv Basismodul 1: B1- Ziel B2 (nach GER)
DeuFöv Spezialmodul für Wiederholer: A2 – Ziel B1
DeuFöv Spezialmodul „Einzelhandel“: B1 – Ziel B2 (nach GER)

Beschreibung

Berufsbezogen Deutsch lernen – Die neuen DeuFöv-Kurse
Für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund sind nicht nur gute allgemeine Deutschkenntnisse, sondern auch berufsbezogene Sprachkennnisse wichtig. Die neuen Sprachkurse des BAMF erleichtern den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt oder in eine Ausbildung in Deutschland. Sie bauen auf den Integrationskursen auf, können aber auch unabhängig von ihnen belegt werden.

Basismodule
Die Basismodule B1 bis C2 sind die Grundelemente der Berufssprachkurse. Sie bauen aufeinander und auf das jeweils nächsthöhere Sprachniveau auf. Jedes Modul umfasst 300 Unterrichtseinheiten. Mit den Basismodulen werden Deutschkenntnisse vermittelt, die allgemein in der Berufswelt benötigt werden.

Teilnehmer lernen entsprechend des Sprachlevels B2 bis C1 u.a.:

  • Vokabular, Redewendungen und Grammatik, um sich mit Kolleginnen und Kollegen, Kundinnen und Kunden sowie Vorgesetzten im Arbeitsalltag zu verständigen.
  • berufliche E-Mails und Briefe zu verfassen und längere sowie schriftliche Texte zu verstehen
  • rechtliche Strukturen am Arbeitsplatz, Wirtschaftsabläufe und Prozesse der deutschen Marktwirtschaftwie eine Bewerbung aussehen sollte und was für ein Vorstellungsgespräch wichtig ist

Alle Basismodule können durch Maßnahmen der Berufsvorbereitung ergänzt werden. Die Vernetzung mit berufsbezogenen Deutschkursen steigert die Chancen auf einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz deutlich.

Kursinhalte Basismodul B2:
Kommunikation am Arbeitsplatz
Gesprächsführung, Ergebnispräsentation, Kooperation im Betrieb

Arbeitssuche
Örtlicher und regionaler Arbeitsmarkt, Stellenangebote, Bewerbung

Aus- und Fortbildung
Berufskunde, Ausbildungsstätten, Fortbildungsmöglichkeiten

Rechtliches
Arbeitsverhältnisse, Beschäftigungsformen, Sozialversicherungen, Arbeitsverhältnisse, Sozialversicherungen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Rechte und Pflichten am Arbeitsplatz, Gehaltsabrechnung, Kündigung

Kursinhalte Basismodul C1
Kommunikation am Arbeitsplatz
Gesprächsführung, Arbeitsaufträge, Arbeitsanweisungen,
Ergebnispräsentation, Kooperation im Betrieb, Beratung und Betreuung von Kunden und Patienten, Verfassen von geschäftlichen Korrespondenzen, Mitteilungen, Nachrichten und
Protokollen, Beschwerdemanagement

Arbeitssuche, Aus- und Fortbildung
Örtlicher und regionaler Arbeitsmarkt, Stellenangebote,
Bewerbungen, Berufskunde, Ausbildungsstätten, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Praktika

Rechtliches
Arbeitsverhältnisse, Sozialversicherungen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Rechte und Pflichten am Arbeitsplatz, Gehaltsabrechnung, Kündigung, Vertragsarten und
Vertragspartner, Arbeitsverträge, Mitarbeitergespräche, allgemeine Geschäftsbedingungen, Betriebs- und Personalräte, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Produkte, Werbung und Konsumverhalten
Produktbeschreibungen und -präsentationen, Messeaktivitäten, Patentschutz, Markengesetz, Kaufverträge, Verkaufsverhandlungen, Liefer- und Zahlungsbedingungen, Kundenbeschwerden, Werbung und Kauf-/Konsumverhalten, Marketing, Vermarktungsstrategien

Unternehmen und Wirtschaftsregionen in Deutschland
Unternehmensformen, Aufbauorganisationen und Rechtsformen von Unternehmen, Unternehmenspräsentationen, Abteilungen und Bereiche, Unternehmenskultur, Corporate Identity, Wirtschaftsregionen, wichtige Industriezweige

Umgang und Lernen mit digitalen Medien
Lernsoftware, -plattformen und -apps, Anwenderprogramme, Internet-Recherche, Online-Datenbanken, Informationstechnologie, Lebenslanges Lernen, Umgang mit neuem Wortschatz, Lernstrategien

Kooperation und Vernetzung
Netzwerk- und Gremienarbeit, Kooperationspartner, Arbeitsgemeinschaften, Fachverbände, Öffentlichkeitsarbeit, soziale Medien und Institutionelle Netzwerke, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, professionelle Hilfe und (kollegiale) Beratung, informelle Gespräche

Internationale Zusammenarbeit, Diversität und Interkulturalität

Interkulturelle Kommunikation im beruflichen Alltag, Interkulturelle Differenzen, Arbeiten in Deutschland und im Ausland, Teamarbeit und Konfliktmanagement am Arbeitsplatz, Unterschiedliche Register, Etiketten, Werte und Einstellungen.

Spezialmodule
Neben den Basismodulen gibt es verschiedene Spezialmodule mit folgenden Schwerpunkten:

  • berufsbezogene Deutschsprachförderung, u. a. für konkrete Fachrichtungen
  • Wiederholungsmodul für Teilnehmende aus Integrationskursen, die das Niveau B1 nicht erreicht haben

 Spezialmodule

Berufsspezifische Spezialmodule B1 bis B2
Diese Spezialmodule sind auf bestimmte Berufsgruppen ausgerichtet und vermitteln gezielt fachbezogene Deutschkenntnisse. Sie können nach den Integrationskursen, aber auch unabhängig, davon belegt werden. Voraussetzung ist das Sprachniveau B1.

Spezialmodul: Deutsch für den Einzelhandel
Der Kurs „Deutsch für den Einzelhandel“ bildet die Grundlage für eine Qualifizierung im Einzelhandel, z. B.:

  • Ausbildung zur/zum Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel
  • Verkäuferin/Verkäufer
  • Kassiererin/Kassierer

Kursinhalte
Warenbezogene Tätigkeiten
Warenkunde, Warensortimente, Warenbeschaffung, Wareneingangskontrolle, Waren(um)lagerung, Marketing, Verkaufsförderung, Warenplatzierung, Trends, Produktinformationen

Kundenkommunikation
Beratungs- /Verkaufsgespräch, Phasen des Verkaufsgesprächs,
Strategien der Gesprächsführung, Methoden des Konfliktmanagements und der Einwandbehandlung, Reservierungen und Warenbestellungen, Reklamationen und Umtausch, Beschwerdegespräch, Kassieren

Arbeitsorganisation/Innerbetriebliche Kommunikation
Kommunikation mit Kollegen, Besprechung, Diskussion, Small Talk, Konfliktgespräch, Arbeitsabläufe, Aufgabenteilung,
Kommunikation mit Vorgesetzten, Feedbackgespräch, Rechte und Pflichten am Arbeitsplatz, Gesundheits-, Arbeits-, Brandschutz

Ausbildung/Fortbildung
Berufskunde (regionaler Arbeitsmarkt, Branchen, Unternehmensformen), Ausbildungsberufe (Ausbildungs-/ Prüfungsinhalte, Ausbildungsstätten), Weiterbildungsmöglichkeiten, Aufstiegsqualifizierungen, Arbeit mit Fachtexten, Lernstrategien

Weitere berufsbezogene Deutschkurse sind in Vorbereitung

Spezialmodul B1 für Wiederholer
Das Spezialmodul B1 ist für Teilnehmer aus konzipiert, die den Abschluss B1 nicht erreicht haben.

Zielgruppe
Menschen mit Deutsch als Zweitsprache im arbeitsfähigen Alter, die

  • beim Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) trotz einer ordnungsgemäßen Teilnahme an einem Integrationskurs inklusive der 300 UE Wiederholung das Sprachniveau B1 nicht erreicht haben
  • zwar durch ein vorhandenes Zertifikat nach dem GER das Sprachniveau B1 nachweisen können, dieses Zertifikat jedoch älter als sechs Monate ist und der Einstufungstest ein Sprachniveau unterhalb von B1 nachweist

 Ziel ist die Vorbereitung auf

  • den Einstieg in das Berufsleben in niederschwelligen Beschäftigungsbereiche,
  • weiterführende Qualifizierungsmaßnahmen
  • Betriebspraktika
  • aufbauende Sprachkurse, wie die der berufsbezogenen Sprachförderung

Kursinhalte
Allgemeine berufssprachliche Handlungskompetenzen

z.B. einfache fachsprachliche Vokabeln kennen, einfache, zusammenhängende Sätze zu Materialien, Arbeitsgeräten und Produkten wiedergeben oder die Hauptaussagen von Medienberichten und Nachrichten zu vertrauten Themen verstehen und das Wesentliche von kurzen, klaren und einfachen Durchsagen und Mitteilungen erfassen.

Berufliche Orientierung, Arbeitssuche und Bewerbung
z.B. Stellenanzeigen finden und verstehen und aktiv nach Stellen suchen, sich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereiten, Bewerbungsgespräche führen oder sich auf Informationsveranstaltungen die wichtigsten Informationen zu einer sie interessierenden Tätigkeit verstehen, z. B. Voraussetzungen, erforderliche Abschlüsse, mögliche Arbeitgeber.

Kommunikation am Arbeitsplatz
z.B. mit Kollegen/Kolleginnen informelle bzw. Pausengespräche zu den Themen des eigenen Alltagslebens führen, weniger komplexe Anfragen und Beschwerden entgegennehmen und dazu einfache Notizen anfertigen oder einfache Checklisten und Formulare (wie Krankmeldungen, Urlaubsanträge verstehen und ausfüllen

Kursgebühren
Die Teilnahme an den Modulen der Berufssprachkurse ist kostenfrei, wenn das Jobcenter, die Agentur für Arbeit oder das BAMF einen Berechtigungsschein bewilligt.

Wenn Teilnehmer bereits arbeiten und zusätzliche Leistungen der Bundesagentur für Arbeit, dem Asylbewerberleistungsgesetz oder nach SGB II und XII erhalten, müssen sie für die Teilnahme einen Beitrag leisten. Dieser beläuft sich auf 50 Prozent des Kostensatzes.

Die Zahlung des Kostenbeitrags kann auch durch den Arbeitgeber erfolgen. Der Kostenbeitrag wird zur Hälfte erstattet, wenn Teilnehmer innerhalb von zwei Jahren nach Erhalt der Teilnahmeberechtigung die Zertifikatsprüfung bestanden haben.

Kombination mit anderen Qualifikationsmaßnahmen
Alle Basis- und Spezialmodule können durch weitere Maßnahmen zur Berufsvorbereitung ergänzt werden. Ziel ist, die neuen Kenntnisse praxisnah anzuwenden und im Beruf schnell durchzustarten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Information

Start-Termin

Montag, 21. August 2017 | 17:15, Montag, 28. August 2017 | 8:15, Montag, 9. Oktober 2017 | 8:15